Hessisches Puppenmuseum
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Bambus, Blech und Kalebassen

Spielzeug jenseits des Wohlstands (5. März bis 28. Mai 2000)

Spielend lernen Kinder die Welt begreifen. Während bei uns Spielsachen massenhaft hergestellt, gekauft und verschenkt werden, besitzt der grösste Teil der Kinder unserer Erde kein gekauftes Spielzeug, sei es, weil die Eltern diese nicht bezahlen können oder weil es dafür keine Geschäfte gibt.

Spiele findet man aber dennoch - unendlich viele, nur eben ganz andere - auf den Märkten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas: selbstgefertigte Roller, Flugzeuge, Autos, Puppen, Bälle u.v.a.m. aus Baumrinde, Holzfaser, Kokosnussschalen, Bambus, Blechdosen, Autoreifem, Draht oder Plastikbehältern. Wenn wir einen Preis für Kreativität zu vergeben hätten - viele Kinder dieser Länder hätten ihn verdient.

Ausstellungstafeln bieten Informationen über die jeweiligen Länder und zur Alltagswirklichkeit der Kinder. Dokumentarische Fotos zeigen, wie die Kinder ihre Spielobjekte herstellen bzw. gebrauchen. Die Besucher erhalten dadurch situative Einblicke in das Kinderleben in Entwicklungs- und Transformationsländern.

Alle Exponate der außergewöhnlichen Ausstellung stammen aus der Sammlung des österreichischen Ethnologen Dr. Fritz Trupp.


Begleitheft zur Ausstellung: Bambus, Blech und Kalebassen, Spielzeug jenseits des Wohlstands, 2000, ISBN 3-934257-04-6, 2,50 Euro


Aus dem Veranstaltungsprogramm:
5. März, 11.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Kaffi Anoomo, James Frimpong und Peter Zatah spielen traditionelle afrikanische Musik.
26. März, 15.00 bis 17.00 Uhr: "Trommeln, Tanzen, Spielen", Workshop für Kinder mit James Frimpong.
29./30. April, jeweils 10.00 bis 15.00 Uhr: Aktionstage mit Führungen, Videovorführungen, Kinderstunden, Bastelangeboten, Workshops, Bücherstand, Lesungen, Erzählstunden, Spielen etc.
21. Mai, Internationaler Museumstag, 10.00 bis 18.00 Uhr: "Zu Gast in Afrika", Kobna Anan aus Ghana macht von 10.00 bis 15.00 Uhr Station auf seiner Europatournee: Tanz, Musik, Gedichte, Erzählungen, Spiele und afrikanische Speisen für Jung und Alt. Den ganzen Tag über Führungen, Videopräsentationen, Workshops, Bücherstand, Spielangebote.


Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.03.2000 Wenn Cola-Dosen Flügel und Räder wachsen

Frankfurter Rundschau 17.03.2000 Düsenjets, Doppeldecker und Dosen-Cabrios.


Öffnungszeiten: Di - So, jeweils 10-12 und 14-17 Uhr


Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, 63454 Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181 / 86212, Fax 06181 / 840076, e-mail: hesspuppenmuseum@aol.com



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