Hessisches
Puppenmuseum
Aktuell
Veranstaltungen
Monatsplan
Archiv
Veröffentlichungen
Links
Von A bis
Z
Galerie
Schlange, Panther, Vogel, Pferd
Mechanische Spielfiguren von Hans Happ
(16. Mai bis 25. Juli 2004)
Das Hessische Puppenmuseum zeigt auf rd. 750 qm die Geschichte der europäischen Spielpuppe von der Antike bis in die Gegenwart. Über 10.000 ausgestellte Exponate illustrieren etwa 5.000 Jahre Kulturgeschichte im Kleinen. Neben einem umfangreichen museumspädagogischen Programm beleuchten monatliche Aktivitäten und natürlich die viermal im Jahr wechselnden Sonderausstellungen Spezialthemen der Puppen- und Spielzeughistorie. "Puppe" wird dabei bewusst als menschliche oder tierische Figur verstanden; sie hat ihre Funktion auch im Alltagsgebrauch oder in der modernen Objektkunst.
Zum Internationalen Museumstag 2004 stehen für drei Monate mechanische Spielfiguren im Mittelpunkt der Präsentation. "Schlange, Panther, Vogel, Pferd", aber auch Handpuppen und Marionetten aus Holz, Plastik, Metall und Papier wurden allesamt von dem Maler, Grafiker und Bildhauer Hans Happ (1899-1992) geschaffen. Happ gilt mit seinen Bildern als "Meister der großen klassischen Form, der sein koloristisches Feingefühl aus der Schulung durch niederländische Meister des 17. Jahrhunderts entwickelte und sich damit in die berühmte Frankfurter Tradition einreiht" (Reinhold Schmitt-Thomas).
![]() Schon in den frühen 1930er Jahren begann er in Frankfurt am Main aus Birne und Hainbuche geniale Spielzeuge zu entwickeln. Die gesägten, gedrechselten, geschnitzten und gefeilten Figuren können dank gelenkiger Glieder mit Lederrollen und Gummispannungen in verblüffend viele Stellungen gebracht werden. Durch genaue Beobachtung der Tierwelt und handwerkliches Geschick erzielte Happ eine Ausdrucksstärke und Lebendigkeit, die seinesgleichen sucht. So gelten die von ihm entworfenen Spielzeugpferde noch heute als einzige durch leichten Druck auf den Rücken geführte oder gezogene, im viertaktigen Schritt laufende Miniaturpferde. Auch im Bereich der Schiebe- und Silhouettenbilder zeigt sich Hans Happs pfiffiger Ideen- und Erfindungsreichtum. Seine Arbeiten sind in einem Atemzug mit denen Lothar Meggendorfers und Lotte Reinigers zu nennen, ja übertreffen sogar deren Mechaniken.
![]() Hans Happs bewegliche Spielfiguren und Bilder in ihrer ganzen Bandbreite präsentieren zu können, erfüllt uns mit großer Freude. Wir dürfen mit der Ausstellung zugleich das Lebenswerk eines bisher wenig bekannten Spielzeugentwicklers ehren. Es liegt ein 28seitiger, reich bebilderter, durchgehend vierfarbiger Katalog vor.
Frankfurter Rundschau 25.05.2004 Meister des 17. Jahrhunderts als Vorbild
Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.05.2004 Der Künstler als Konstrukteur
Öffnungszeiten: Di - So, jeweils 10-12 und 14-17 Uhr
Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, 63454 Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181 / 86212, Fax 06181 / 840076, e-mail: hesspuppenmuseum@aol.com |