Hessisches Puppenmuseum
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"Kleine Fensterausstellung"

Marionetten von Christel Marschalek / Kahl am Main

(7. Januar bis 23. Februar 2003)


Christel Marschalek
geb. in Wesel am Niederrhein
bis Dez. 2000 in Falkendorf / kleines Dorf im Großraum Erlangen-Nürnberg
seit Jan. 2001 Kahl am Main
Ausbildung als Erzieherin und Psychomotorikerin
über zwanzig Jahre mit entwicklungsverzögerten Kindern und deren Eltern gearbeitet
fasziniert von Puppen und Puppentheater

Künstlerisches Gestalten und Handwerk seien ihr schon als Kind wichtig gewesen und wurden in ihrer beruflichen Laufbahn als Erzieherin ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit mit Kindern. In diesem Bereich hätten Puppen und Puppentheater seit langem ihren festen Platz. Die Faszination und die Freude an der Ausdrucksfähigkeit der kleinen Wesen seien bei ihr genau wie bei den Kindern fest verankert, und brächten sie immer wieder dazu, sie immer wieder neu entstehen zu lassen.

Schon seit über 10 Jahren modelliere sie ihre Marionetten. Begonnen habe diese Leidenschaft bei einem Puppenseminar im fränkischen Schloss Zeilitzheim; dort konnte sie die Grundtechniken erlernen. Nach und nach habe sie auf autodidaktischem Weg ihren eigenen Stil entwickelt und inzwischen bevölkerten etliche fantastische Figuren ihr Umfeld.

Jede Marionette sei einmalig, habe ihre eigene Geschichte und sei bis auf das Spielkreuz individuelle Handarbeit. Die Arbeitszeit für eine Puppe betrage mindestens 40 bis 50 Stunden. Die Größe der Puppen sei sehr individuell und reiche von 15 bis 70 cm. Die Ideen dazu sammle sie aus Märchen und Geschichten, fantastischen Welten oder ihrer eigenen Vorstellung. "Manchmal bestimmen die Puppen auch selber", was aus ihnen werde. So entstünden Elfenwesen, magische Figuren, besondere Persönlichkeiten wie z.B. eine Indianerfrau, oder ganz "normale" Zeitgenossen, wie z.B. Max der Wirt. Zur Zeit sei sie noch besonders von der Tierwelt fasziniert und wolle einige Tierfiguren verwirklichen.

Das Material, das sie verwende, sei eine lufttrocknende Masse, die nach dem Trocknen wie Holz bearbeitet werden könne und sehr leicht sei. Obwohl sie im Gegensatz zu anderen Marionettenbauern den Körper ihrer Puppen nähe, seien alle Figuren sehr gut beweglich, das professionelle Spielkreuz vervollständige ihren eigenen Anspruch an "echte Fadenwesen", die durch die Bewegung lebten.

Ihre eigenen Erfahrungen habe sie im Laufe der Zeit didaktisch in ihrer Arbeit mit Kindern und im privaten Bereich an Erwachsene weitergegeben, die alle erfolgreich eigenen Marionetten gestaltet und mit diesen auch gespielt hätten.


Copyright aller Bilder: Christel Marschalek



Öffnungszeiten: Di - So, jeweils 10-12 und 14-17 Uhr

Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, 63454 Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181 / 86212, Fax 06181 / 840076, e-mail: hesspuppenmuseum@aol.com



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