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Oshie -
Japanische Wandbilder aus Stoff
zum Thema Deutsche Märchenstraße
von Mitsuko Sakamoto / Tokio (6. Juli bis 24. August 2003)

Das Oshie, wörtlich übersetzt "gedrücktes Bild", das meist in Stoff gearbeitet ist, geht wahrscheinlich auf Feinarbeiten aus dem alten China zurück und ist in Japan seit der Nara-Zeit (710 bis 784) bekannt. Bei der Herstellung wird von einer Zeichnung auf Pappe ausgegangen. Man schneidet Schablonen für die einzelnen Bildelemente aus, umwickelt sie mit Stoff (meist Seide), den man mit etwas Watte unterfüttert. Schließlich kann man sie wieder zu einem Reliefbild zusammensetzen, das der Vorlage entspricht. Dabei kommt es vor allem auf die räumliche Wirkung an, die subtile Anfertigung mit Stoffteilen und Watte spielt daher eine große Rolle. Räumlichkeit ist just das Stichwort für die Oshie-Kunst. Die gut erhaltenen traditionellen Oshie-Bilder haben oft, besonders auf Neujahrsschlägern, die gleichen Motive wie die Ukiyoe ("Bilder der fließend vergänglichen Welt", Farbholzschnitte der Edo-Zeit 1600 bis 1868). Man nennt sie deshalb auch "räumliche Ukiyoe". Zu den japanischen Puppentypen gehören auch Isho-Ningyo, Kostümpuppen, die in ihrer Kleidung bestimmte nationale Traditionen der Epochen zeigen: der Geschichte, des Handels, des Kabuki-Theaters u. a. m. - Ukiyoe-Puppen. Der maßgebliche Unterschied zum Ukiyoe-Bild ist ihre Dreidimensionalität, während die Oshie-Bilder auf einem zweidimensionalen Aufbau basieren, dennoch sich als Inbegriff einer dreidimensionalen Räumlichkeit behaupten und mit diesem Merkmal in Japan die Herzen vieler Menschen eroberten. (Hisayo Arai: Die Geschichte vom Oshie-Bild, aus: Begleitschrift zur Ausstellung)
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Mitsuko Sakamoto
1944 geboren in Sukagawa / Nord-Honshu
ab 1979 Ausbildung in der Oshie-Kunst bei Meisterin Yoko Nakamura, Tokio |

Frankfurter Rundschau 23.08.2003 Oshies von Mitsuko Sakamoto Frankfurter Rundschau 07.08.2003 Goethe in Japan Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.07.2003 Goethe in Wilhelmsbad Frankfurter Rundschau 11.07.2003 Schlenckerchen und Oshies Hanau Post 09.07.2003 Puppe aus Handtuch und einer Kartoffel Öffnungszeiten: Di - So, jeweils 10-12 und 14-17 Uhr
Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, 63454 Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181 / 86212, Fax 06181 / 840076, e-mail: hesspuppenmuseum@aol.com |