Hessisches Puppenmuseum
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Künstlerbären

von Irene Tutte / Bad Harzburg
(28. Oktober 2003 bis 1. Februar 2004)

Wie die Tuttel-Bären das Licht der Welt erblickten

Tuttel-Bär 'Sternenputzer' von Irene Tutte

Etwas über die Bärenmama

Mein Name ist Irene Tutte. Ich bin (fast) 50 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter, 30 und 14 Jahre alt. Von Beruf bin ich Förderlehrerin für Behinderte.

Tuttel-Bär 'Tönnekin' von Irene Tutte Tuttel-Bär 'Pompi' von Irene Tutte

Wie ich zu den Bären kam?

Schuld ist mein Kindheitsteddy, die "Suse". Sie ging nämlich irgendwann verloren. Und was ich zu jener Zeit nicht wusste: Sie hinterließ eine unendliche Sehnsucht in meinem Herzen. So schlimm, dass ich vor Jahren anfing, Bären zu sammeln - sozusagen als Ersatz. Aber es gibt für einen geliebten Bären keinen Ersatz - weiß ich heute.

Auf den Bärenmessen bekam ich zwar Lust selber Teddys herzustellen. Aber es kribbelte noch nicht in meinem Bauch. Und genau dieses "Kribbeln" ist bei mir Voraussetzung, dass ein Vorhaben gelingen wird. Material etc. war zwar alles besorgt, aber es gab eine Sperre in mir, mit der ich nicht umgehen konnte.

Ich war ratlos - mein Mann nicht. Er kam darauf, dass es an "Suse" liegen musste. Von da an begann eine lange Suche nach ihr - mit Erfolg. Wir fanden einen Teddy, der "Suse" aufs Haar glich. Natürlich kam dieser mit nach Hause. Das war vor sieben Jahren. Noch in der gleichen Nacht kribbelte es in meinem Bauch - endlich! Mitten in der Nacht stand ich auf und ging an´s Werk. Zwei Tage später saß mein erster Bär vor mir: "Rudi" heißt er - meinem Mann zuliebe, weil er die Nachtarbeit duldete - übrigens tut er das heute noch...

Tuttel-Bär 'Petit Jacques' von Irene Tutte

Gelernt habe ich das Bärenmachen nirgends, aber "Rudi" fand ich gut. Trotzdem mäkelte ich an den Proportionen herum - und kaufte gleich die nächste Bastelpackung. Aber auch der zweite Bär entsprach nicht meiner Vorstellung von harmonischer Körperform und Proportion. Ich hatte die Wahl: Viele fremde Bastelpackungen oder ganz eigene Entwürfe. Da ich kein "Trendmensch" bin und Massenware hasse, entwerfe ich seitdem selbst. Sorgfältig wie ich bin, arbeite ich bis heute jeden Bären mit viel Liebe und Geduld von Hand. Meist auch das Zubehör.

Und es hört nicht auf: Das Sammeln und das Bärenmachen - Gott sei Dank auch. Trotzdem entsteht kein "Neuer" ohne eine Idee im Hintergrund. Und von den Ideen habe ich reichlich. Mein Leben wird nicht reichen, um sie alle zu verwirklichen...

Heute, nach vielen Jahren Teddys weiß ich: Man verliebt sich in einen Bären wie in einen Mann: es knallt - und das ist es!

Öffnungszeiten: Di - So, jeweils 10-12 und 14-17 Uhr

Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, 63454 Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181 / 86212, Fax 06181 / 840076, e-mail: hesspuppenmuseum@aol.com



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