Hessisches Puppenmuseum
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Zauberwelt der Taschenspieler

Exponate aus der Sammlung Wittus Witt (6. August bis 29. Oktober)

Seit über 30 Jahren sammelt Deutschlands prominenter Zauberkünstler Wittus Witt Materialien zur Geschichte der Zauberkunst: Plakate, Grafiken, Bücher, Zeitschriften, Geräte und vor allem Zauberkästen. Sie bilden mittlerweile die umfangreichste Sammlung der Welt, mit der Witt seit Jahren im Guinness Buch der Rekorde steht.

Witt studierte an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf unter Joseph Beuys und der Werkkunstschule Düsseldorf. Der Diplom-Designer machte sich 1980 als freischaffender Zauberkünstler und tricktechnischer Berater selbständig. Seit 1975 tritt er regelmäßig in Programmen verschiedener Fernsehsender auf, insgesamt kann er auf 200 Fernsehauftritte im In- und Ausland zurückblicken. 1976 begann Witt Ausstellungen zur Geschichte der Zauberkunst in Holland, Österreich und Deutschland zu präsentieren. Von 1983 an bietet er Zauber-Soloprogramme an Theatern des In- und Auslandes. Zahlreiche Veröffentlichungen weisen ihn als gefragten Fachautor aus.

Bis zum 19. Jahrhundert wurden Zauberkünstler "Taschenspieler" genannt, da sie ihre Requisiten in Taschen aufbewahrten, die sie um die Schulter oder Hüfte trugen und vor ihrem Publikum auf Straßen und Märkten im wahrsten Sinne des Wortes aus der Tasche heraus spielten. So sprach man zunächst auch nicht von Zauberkästen, sondern von Taschenspieler-Apparaten. Dass solche Apparate = Ausrüstungen bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts in größerer Auflage existierten, beweist eine Eintragung von 1803 in dem berühmten Bestelmeier-Katalog. Kugeln, Becher, Flaschen, Eier, Bälle, Väschen, Würfel, Zauberstäbe u.v.a.m. finden sich in den von Witt zusammengetragenen Kästen aus den vergangenen zwei Jahrhunderten.

Die Sonderschau gibt Einblicke in eine Welt, von der man nur selten so ausführlich etwas erfährt. Sie spiegelt die Tradition und Entwicklung eines der ältesten Berufe der Menschheit wieder.

Zur Ausstellungseröffnung ist Wittus Witt selbst anwesend und gibt eine Zaubervorstellung. Am Donnerstag, 28. September, 20 Uhr, tritt er mit seinem Programm "Augenzwinkern statt Magierblicke" im Comoedienhaus Hanau-Wilhelmsbad auf.

Siehe auch Der Taschenspieler.

Frankfurter Allgemeine Zeitung 28.08.2000 Tricks in der Streichholzschachtel

Frankfurter Rundschau 05.08.2000 Zauberwelt der Taschenspieler

Öffnungszeiten: Di - So, jeweils 10-12 und 14-17 Uhr

Hessisches Puppenmuseum, Parkpromenade 4, 63454 Hanau-Wilhelmsbad, Tel. 06181 / 86212, Fax 06181 / 840076, e-mail: hesspuppenmuseum@aol.com



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